Aktuelles

Aktuelles

Ich demütige mich.

Abba, mein Vater ist größer. Sein Herz schlägt für dich und für mich.

Ich demütige mich. Es schlägt für Versöhnung: Ich kenne dich durch und durch. Wenn ich an dich denke juble ich. Ich habe dich bereits im Augenblick der Schöpfung erwählt. Du bist wunderbar. Ich kann viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. Ich tröste und ermutige dich, und ich gebe dir Kraft. Eines Tages werde ich alle deine Tränen trocknen. Mein Bild wurde durch Menschen verunstaltet, die mich nicht kennen. Meine Liebe zu dir zeigt sich in Jesus.

Wenn Du wissen willst wie Gott - der Vater ist, wenn Du wissen willst, wie er zu dir: hier und zu mir: hier steht, musst du Lukas 15,11 ff. lesen. Rembrandt hat die Versöhnung in einem Gemälde festgehalten. Der Sohn hat alles verloren; besonders die Beziehung zum Vater. Das geht ihm erst im Dreck bei den Schweinen auf, nachdem er sein Erbe durchgebracht hat.
Ja, es gibt einen Weg zurück, als ihm der Abgrund seines Handels bewusst wird. Ja, da sind Verletzungen entstanden, da hat er Schuld auf sich geladen – durch sein Verhalten, da ist Bitterkeit, da ist Leid, Not und Elend und für die Zukunft alles verbaut.
Und da ist auch so viel Hoffnung für den neuen Weg, wo am Ende der Vater schon mit offenen Armen wartet. Der Sohn weiß es nur noch nicht. Wo Schuld einen Namen bekommt und Vergebung gelebt wird, da ist Versöhnung, da entsteht Zuversicht für neues Leben. Gilt das auch für Mord und Totschlag? Ein neuer Weg, kann auch ein langer Weg sein; ein lebenslanger Weg. Egal was war, Gott ist größer! Jesus Christus ist der Weg zum Vater und die Wahrheit und das Leben. Keiner kommt zum Vater außer durch ihn.
Und sein Bruder auf dem Bild? Wie wird der Weg zum Bruder sein? Wird es einen Weg geben? Ja, es gibt einen Weg zum Bruder und mit dem Bruder, wenn dem Zurückgekehrten auch jetzt der Abgrund seines Handels bewusst wird. Bestimmt wird der Weg schwer! Aber, bei Gott ist nichts unmöglich!
Die Sehnsucht nach Versöhnung, die für einen Menschen gilt, kann die nicht auch für die Menschen ganzer Völker gelten und dies über Generationen hinweg?

Vor 70 Jahren, am 20. Januar 1942 auf der Wannsee-Konferenz in Berlin ging es um den Plan der Nationalsozialisten zur Vernichtung des europäischen Judentums.

Die Vergangenheit kann ich nicht verändern. Ich kann mich ihr stellen und in der Zukunft neue Wege gehen. Ja, ich bin gegen Antisemitismus und Holocaustminimierung. Ja, ich will eine christlich-jüdische Aussöhnung und ich will starke freundschaftliche deutsch-israelischen Beziehungen; beides zur Ehre Gottes.

geschrieben von Lutz Huschmann am 20.01.2012 um 08:07 Uhr.


[zur Übersicht]

 

Ich demütige mich.  - Aktuelles (Druckansicht)